Der Autor Kurze Texte sind viel schwieriger zu schreiben als lange. Was soll ich hier bitteschön in fünf Zeilen zu mir sagen? Ich lese, schreibe und zeichne gerne? Ich mag Hunde? Ich will nur spielen? Sehen Sie, das geht einfach nicht. Und es sind übrigens auch schon fünf Zeilen zu viel.
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 Ein Buch sagt mehr als tausend Halme.
Da ist es endlich, in seiner ganzen Pracht. Entschuldigung, beim ersten Buch gerät man immer ein wenig ins Schwärmen, sagen zumindest altgediente Autoren-Haudegen. Egal, das Buch ist jedenfalls erschienen und ich kann ohnehin nichts mehr dran ändern. Also kann ich genauso gut schwärmen, oder?
Na gut, es sind keine Bilder drin. Das ist schade, war aber nicht zu vermeiden. Ich habe tatsächlich versucht, Illustrationen durchzusetzen, hatte sogar schon einen befreundeten Künstler dafür gewonnen. Aber wie das im Autorenleben so spielt – leider wurde dann doch nichts draus.
Ich habe aber gesehen, dass kurz nach Erscheinen meines Buches ein anderes mit ähnlichem Titel bei Knesebeck herauskam: “Was Hunde wirklich denken”, von Stephen Hunek. Ich kannte bis zu dem Zeitpunkt weder Titel noch Cover, ganz ehrlich. Und Huneks Buch erschien im Original ja schon vor gut zwanzig Jahren als “My Dog’s Brain”. Dass die beiden Bücher sich ähneln, dürfte also Zufall sein. Wie dem auch sei, Huneks Buch ist jedenfalls ganz hervorragend bebildert, und zwar vom Autor selbst. Nach einer kurzen Einführung zeigt er uns in wunderschönen mehrfarbigen Holzschnitten, was in Hundeköpfen so vor sich geht. Und ich muss gestehen, er kennt sich damit aus. Was liegt also näher, als beide Bücher zusammen zu lesen?
Falls Sie also beim Blättern in meinem Buch denken, “Na so was, kein einziges Bild!”, dann besorgen Sie sich doch einfach auch noch dieses hier von Hunek (bei Amazon nach dem Klick):
 
 Unter den Argusaugen der Literaturkritik Ein historischer Moment: Veterinär- und Journalisten-Kollegin Barbara Welsch bespricht “Was Hunde denken” auf Ihrer kleinen aber feinen Hundeseite Pfotenleser.
 Hund bedient Touchscreen
Die erste Hälfte des Canine Science Forum ist rum, gerade werden die Poster ausgetauscht. Bis jetzt kann ich jedenfalls schon mal sagen: Eine tolle Veranstaltung, perfekt organisiert, mit vielen interessanten Neuigkeiten rund um den Hund, die ich dann sporadisch nachreichen werde. Ein lustiger Nebenevent war gestern übrigens die Vorführung des Touchscreens, an dem Hunde hier in Wien bei Verhaltensstudien mitarbeiten. Die standen praktisch Schlange und konnten es kaum erwarten, ihre Nase auf den Schirm zu pressen. Ich glaube nicht, dass ich dabei besser abgeschnitten hätte, jedenfalls nicht mit der Nase.
 Canine Science Forum 2010 in Wien
Alle zwei Jahre versammelt sich die Weltelite der Hundeforschung zum Canine Science Forum. Dieses Jahr findet das Treffen in Wien statt. Ich bin für Sie vor Ort (und natürlich auch ein bisschen für mich). Während der nächsten Tage twittere ich übrigens die Highlights als @tgoerblich unter #csf2010.

Für jemanden, der mit Texten seinen Lebensunterhalt verdient, habe ich erstaunlich hartnäckige Schwierigkeiten, einen einfachen Blogpost runter zu tippen. Endlich wäre Ruhe, ich hätte eine Stunde Zeit, ungestört zu schreiben, das Thema ist hinreichend klar und problemlos mit Substanz zu füllen – irgendwas in der Richtung von: In-10-einfachen-Schritten-zum-Twitter-Superstar – und trotzdem vertrödle ich die Zeit mit E-Mails lesen, Tweets checken, Lesezeichen organisieren. Prokrastination heißt das neuerdings, und es gibt zahlreiche Hacks, Ratschläge und sogar Bücher dazu, wie man dieses klassische Vermeidungsverhalten durchbricht.
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